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Pflanzenwelt
Bilder
Die Flora der Insel Hiddensee: Ein Naturerlebnis
Stille und leuchtende Farben bestimmen die Landschaften mit dem unverwechselbaren Charakter Hiddensees. Geprägt werden diese durch die vielfältige Pflanzenwelt der Insel, die zu jeder Jahreszeit – besonders jedoch während der Blütezeit im Sommer – beeindruckt. Viele der hier heimischen Arten sind äußerst selten und stehen unter strengem Naturschutz, wie zum Beispiel der Rundblättrige Sonnentau (Drosera rotundifolia) oder das Echte Tausendgüldenkraut (Centaurium erythraea).
Der Zauber der Heide und des Hügellandes
Den besonderen Charme der Heidelandschaft verbreiten das Heidekraut (Calluna vulgaris), die Glockenheide (Erica tetralix) und die Schwarze Krähenbeere (Empetrum nigrum). Wenn sie vom Spätsommer bis in den Herbst hinein im Morgendunst mit feinen Spinnweben und glitzernden Tautropfen geschmückt sind, wirkt die Szenerie fast magisch.
Ein Streifzug über die Insel offenbart eine beeindruckende Vielfalt:
Im Norden (Dornbusch): An den Hängen und warmen Wiesen des Hügellandes wächst der Feldthymian (Thymus pulegoides) zusammen mit der wilden Knack-Erdbeere (Fragaria viridis). Der Dornbusch selbst bietet mit seinen dichten Hecken aus Sanddorn, Weißdorn, Schlehen und Brombeeren unzähligen Vögeln geschützten Unterschlupf und reichlich Nahrung.
Auf den Wiesen: Hier leuchten die Heidenelke, die Silberdistel und die Grasnelke. Man findet die Sandstrohblume, den Natternkopf, die Königskerze sowie die zarte Schlüsselblume. Auch Gräser wie das Silber- und Zittergras wiegen sich hier im Wind, begleitet vom Ginster und der Wegwarte.
Von der Küste bis zum Bodden
Die Flora passt sich perfekt an die extremen Bedingungen der Küste an:
In den Dünen: Hier verstecken sich Spezialisten wie das Salzkalikraut, der Meerkohl, die Salzmiere sowie der robuste Strandhafer und die markante Stranddistel.
In den Salzwiesen (Boddenseite): Hier gedeihen die Strandaster, die Salzbunge, der Strand-Dreizack und sogar wilder Sellerie.
Feuchtgebiete & Binnensee: An den Süßwassertümpeln und Feuchtwiesen leuchten das weiße Wollgras, das Weidenröschen, der Blutweiderich und die gelbe Teichrose.
Für den kundigen Naturfreund bietet die Insel zudem eine natürliche Apotheke und Gewürzküche: Auf den trockeneren Flächen entdeckt man den Wiesenalant, die Nachtkerze, das heilende Johanniskraut sowie Wermut, Wilde Möhre und den charakterstarken Löwenzahn.
Pflanzenwelt
Johanniskraut
Schafgarbe
Wilde Malve
Besenginster
Sauerampfer
Feldthymian
Spitzwegerich
Wiesen Witwenblume
Streifzüge durch das Grün: Die einzigartige Pflanzenwelt Hiddensees
Wer Hiddensee betritt, lässt die Hektik des Festlandes hinter sich. Es ist eine Welt der Stille, geprägt durch das Licht und die unverwechselbaren Farben der Natur. Besonders die vielfältige Flora macht die „söße Länneken“ zu einem Ziel für Naturgenießer.
Kostbarkeiten am Wegesrand
Viele Pflanzenarten auf der Insel sind heute so selten geworden, dass sie unter strengem Naturschutz stehen. Ein Highlight für Kenner ist der Rundblättrige Sonnentau (Drosera rotundifolia), der in den feuchten Moorböden auf Insektenjagd geht, oder das Echte Tausendgüldenkraut, das mit seinen rosafarbenen Blüten die Wiesen schmückt.
Herbstmagie in der Heide
Wenn der Sommer langsam in den Herbst übergeht, schlägt die Stunde der Heidelandschaft. Das Heidekraut (Calluna vulgaris), die Glockenheide und die Schwarze Krähenbeere verwandeln die Fläche in ein lila-grünes Meer. Besonders in den frühen Morgenstunden, wenn feinste Spinnweben voller Tautropfen wie Diamantketten über den Pflanzen hängen, zeigt sich die Insel von ihrer mystischen Seite.
Vom Dornbusch bis zu den Salzwiesen
Jeder Teil der Insel hat sein eigenes Gesicht:
• Der Norden: Am hügeligen Dornbusch bieten dornige Hecken aus Sanddorn, Weißdorn und Schlehen einen sicheren Rückzugsort für Zugvögel. In ihrem Schatten duftet der Feldthymian, während die Knack-Erdbeere an den warmen Hängen reift.
• Die Küste: Direkt im Sand trotzen Strandhafer und Meerkohl dem Wind. Auf der ruhigeren Boddenseite hingegen dominieren in den Salzwiesen die Strandaster und der Wilde Sellerie.
• Die Apotheke der Natur: Auf den trockenen Wiesen finden wir sie noch – die alten Heilkräuter. Johanniskraut, Wermut und Nachtkerzen wachsen hier friedlich neben Königskerzen und Wegwarten.
Hiddensee ist mehr als nur eine Insel – es ist ein lebendiges Herbarium, das uns daran erinnert, wie wertvoll und schützenswert unsere heimische Natur ist.
© I Insel Hiddensee 360 I Lars Arnold Photography